Es gibt so Tage …

… da passiert dauernd was. Da ist ein Problem noch nicht gelöst und es wird schon das nächste gemeldet. Heute ist so ein Tag. Auf dem Heimweg von Meisterfrost in Sinnersdorf, wo wir eine Ladung voll Rotkrautknödel und Kartons voll Kuchen bekommen haben, kommt die Katastrophenmeldung: Der Transporter der Tafel, der im Nordburgenland eingesetzt wird, hat einen Motorschaden. Die Reparatur dürfte unerschwinglich sein. Also muss sofort ein Krisenplan her, und so mache ich etwas, das ich noch nie in meinem Leben getan habe: ich gehe um ein Auto schnorren.  Wir klappern die Autohändler in Eisenstadt ab und fragen jeden, ob er zufälligerweise einen kleinen Lieferwagen oder einen alten Kleinbus bei den Gebrauchtwagen stehen hat. Einen, der gerade nicht unbedingt gebraucht wird und dem Verein zur Vefügung gestellt werden könnte, bis wir eine langfristige Lösung gefunden haben. Für die Pannonische Tafel und die von ihr betreuten Menschen könnte er die Versorgung mit Lebensmitteln in den nächsten Tagen sichern. Insgeheim hoffe ich, dass da vielleicht sogar so ein armer Wagen herumsteht, den eh keiner mehr haben will.  Wir nehmen den doch gerne und kümmern uns auch ganz lieb um ihn. Dann wäre der Transport von Nahrungsmitteln sogar für ein paar Jahre gesichert. Mit den entsprechenden Werbeaufschriften könnte auch noch die Versicherung und ein Teil des Treibstoffs gesichert werden.  Die (Telefon-)Arbeit der nächsten Tagen wird wohl einen klaren Inhalt und ein eindeutig definiertes Ziel haben: Wir müssen die Finanzierung eines Transportwagens auf die Beine stellen.  Oder auf die Räder. Ohne Geschwindigkeitsbegrenzung.

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