Auf in die zweite Runde!

In zwölf Stunden arbeite ich schon als Angestellte des REWE-Konzerns, genauer gesagt bei der MERKUR-Filiale in Eisenstadt, Mattersburgerstraße. Schon alle Bewerbungsunterlagen für diesen Job zu bringen, barg einiges Neues. Bislang brauchte ich z.B. noch bei keiner anderen Anstellung einen Auszug aus dem Strafregister, aber dafür weiß ich jetzt, dass so etwas € 16,50 kostet, wenn es für einen konkreten Dienstgeber gebraucht wird. Die Liste der Versicherungszeiten, die ich bei der SVA ausgedruckt bekommen habe, dient zur Berechnung meines Gehalts, das € 1.450 brutto für den 38,5-Stunden-Job ausmacht. Aber die Finanzen sind heute zweitrangig. Im Vordergrund steht meine Neugier und Freude auf die neue Aufgabe und auf die neuen ArbeitskollegInnen und wie sie mir begegnen werden.

Bei meinen letzten Einkäufen war es schon etwas kribbelig. Da stelle ich mich an der Kassa an und weiß, bald sitze ich auf der anderen Seite des Bandes. Da suche ich nach dem leckersten Weckerl für meine Tochter und denke daran, dass ich in Kürze lernen werde, wie der Backofen hier zu bedienen ist. Da suche ich etwas in einem Regal und mir schießt es durch den Kopf: „Hiiiiilfe, bald werde ich gefragt, wo was zu finden ist!“ In so einem Job habe ich noch überhaupt keine Erfahrung, ich bin ein absolutes green(!)horn. Aber genau das ist es, warum ich mich für dieses Lehrjahr entschieden habe: Ich will die Perpektive wechseln, will die Alltagsabläufe einer Konsumentin von der anderen Seite aus erleben, will wissen, wie sich so ein Arbeitsrhythmus anfühlt und wie ich damit in Kombination mit Familie und ehrenamtlichen Tätigkeiten zurecht komme – und hoffe, dass die anderen mit mir zurecht kommen. Spannend wird das.

Für die, die in meiner ersten Woche einmal vorbeischauen wollen, ist hier mein aktueller Dienstplan:

DI 01.04.2014    09.00 – 15.00 Uhr
MI 02.04.2014   06.00 – 14.00 Uhr – FEINKOST
D0 03.04.2014  15.00 – 19.00 Uhr
FR 04.04.2014    08.00 – 17.30 Uhr – MILCH
SA 05.04.2014    06.00 – 13.00 Uhr (eventuell länger)

Ich bitte zu bedenken, dass ich nicht zum Plaudern angestellt bin, sondern zum Hackln. Und das ist es auch, was ich dort tun will. Alles andere nach Dienstschluss.

2 Gedanken zu „Auf in die zweite Runde!“

  1. Einen Strafregisterauszug bringen zu müssen wäre für mich nichts Neues, war schon öfter der Fall. Z.B. bei der Gemeinde Wien oder im Krankenhaus. Wahrscheinlich hast du jetzt das erste Mal einen Job, bei dem ein lupenreiner Leumund wirklich erforderlich ist 😛

    1. In meinen vielen Jahren als Selbstverständige war ich nie auf die Idee gekommen, mich auf diese Weise unter die Lupe zu nehmen. Wär mal ein interessanter Ansatz, vor allem für multiple Persönlichkeiten. Ansonsten hatte ich offensichtlich eine lupenreine Ausstrahlung 😉

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